Ada Kaleh, Osmanische Insel in der Donau, Rumänien
Ada Kaleh war eine kleine Insel im Donaustrom, die sich etwa zwei Kilometer lang hinzog und enge Gassen mit weißen Steinhäusern aufwies. Die Bebauung folgte einer traditionellen Anordnung, die für die Region typisch war.
Die Insel war jahrhundertelang unter Herrschaft des Ottomanischen Reiches, bis sie nach dem Ersten Weltkrieg und der Lausanner Verträge 1923 zu Rumänien kam. Danach war sie für kurze Zeit Teil des Landes, bevor sie unter Wasser verschwand.
Die Bewohner pflegten türkische Traditionen, die in der Moschee sichtbar waren und in handwerklichen Produkten wie Rosenwasser und Baklava zum Ausdruck kamen. Das tägliche Leben war geprägt von diesen Handwerkskünsten und religiösen Praktiken, die das Gesicht der Insel bestimmten.
Die Insel ist heute vollständig unter Wasser und kann nicht mehr besucht werden, da sie 1970 durch den Bau des Staudamms Eisernes Tor überflutet wurde. Wer sich für die Geschichte interessiert, findet in nahegelegenen Museen oder auf der benachbarten Simian-Insel noch Spuren und Artefakte.
Bevor die Insel versank, wurden ihre wertvollsten Gebäude und Gegenstände auf die nahegelegene Simian-Insel verlegt, um sie zu bewahren. Die Bewohner selbst beschlossen jedoch, nicht zu folgen und zerstreuten sich stattdessen in andere Länder.
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