Limes Transalutanus, Römische Verteidigungsgrenze in Muntenien, Rumänien.
Der Limes Transalutanus ist ein römisches Grenzbefestigungssystem in der historischen Region Muntenien in Rumänien, das aus Erdwällen, Wachtürmen und Kastellen besteht. Die Anlage verläuft über weite Strecken durch Felder und Wälder und ist heute noch in Form von Hügeln, Fundamentspuren und erhaltenen Abschnitten sichtbar.
Der Limes Transalutanus wurde im 2. Jahrhundert nach dem Rückzug der römischen Truppen hinter die natürliche Grenze des Flusses Olt errichtet, um das Gebiet östlich dieses Flusses zu sichern. Mit der Aufgabe der Provinz Dazien im 3. Jahrhundert wurde auch diese Linie allmählich aufgelassen.
Der Name "Transalutanus" bedeutet auf Latein "jenseits des Alutus" und bezieht sich auf den Fluss Olt, der heute noch durch die Region fließt. An einigen Abschnitten lässt sich erkennen, wie die Römer lokale Gegebenheiten in ihr Verteidigungssystem einbezogen haben.
Die Überreste verteilen sich über eine große Fläche in Muntenien, daher lohnt es sich, vorab die zugänglichsten Abschnitte zu recherchieren und sich auf einige davon zu konzentrieren. Einige Bereiche sind auf unbefestigten Wegen erreichbar, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Im Gegensatz zu anderen römischen Grenzsystemen wie dem Hadrianswall bestand dieser Limes nicht aus einer durchgehenden Steinmauer, sondern vor allem aus Erdwällen und hölzernen Türmen. Diese Bauweise macht seine Reste im Gelände schwerer zu erkennen, aber auch interessanter zu erkunden.
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