Festung Novo Brdo, Mittelalterliche Festung in Novo Brdo, Kosovo
Die Festung Novo Brdo ist eine mittelalterliche Burganlage in der Ortschaft Novo Brdo, Serbien, die aus einer Oberstadt mit sechseckigem Grundriss und einem zentralen Turm sowie einer Unterstadt mit rechteckigen Gebäuden besteht. Die gesamte Anlage ist von Mauern, acht rechteckigen Türmen und drei Toren umgeben, während ein trockener Graben die äußere Begrenzung bildet.
Die Festung wurde 1285 auf Befehl von König Stefan Uros II. Milutin errichtet, um die bedeutenden Gold- und Silbergoldbergwerke der Region zu schützen. Im 15. Jahrhundert fiel sie nach langen Belagerungen unter osmanische Herrschaft, was das Ende ihrer Blütezeit als Handelszentrum markierte.
In der Festung gab es einst sieben orthodoxe Kirchen und zwei katholische Kirchen, was zeigt, wie unterschiedliche Glaubensgemeinschaften hier nebeneinander lebten. Wer die Ruinen besucht, kann noch heute die Grundrisse einiger dieser Gebäude im Gelände erkennen.
Die Ruinen liegen auf einem Hügel und sind nur zu Fuß erreichbar, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird, da der Boden uneben ist und mehrere Ebenen zu erkunden sind. Der Aufstieg ist kurz, bietet aber von oben einen weiten Blick auf die umliegende Landschaft.
Die Minen rund um die Festung förderten einen seltenen Typ von Silber namens Glama, eine natürliche Legierung mit einem Goldgehalt von bis zu 33 Prozent. Diese Seltenheit machte die Siedlung zu einem der begehrtesten Handelspunkte auf dem Balkan im Mittelalter.
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