Šabac Fortress, Mittelalterliche Festung am Sava-Fluss in Šabac, Serbien.
Die Šabac-Festung ist eine ruinierte viereckige Befestigung am Ufer der Sava, von der nur die südliche Hälfte erhalten ist: zwei runde Türme mit etwa 10 m Außendurchmesser und ein verbindender Wall; die nördliche Hälfte wurde von der Sava fortgerissen. Ihr Grundriss von etwa 60 m Seitenlänge ähnelt den Festungen von Zemun und Kladovo an Sava und Donau.
Die Festung wurde 1471 am Saveufer durch Zwangsarbeit (Kuluk) auf osmanischen Befehl errichtet und erhielt den Namen Böğür Delen, „Seitendurchbohrer“, weil sie die Flanke der auf Belgrad vorrückenden Truppen angreifen sollte. Ungarische Truppen unter Matthias Corvinus nahmen sie 1476 nach 33-tägiger Belagerung ein und legten 100 serbische Ruderer (Šajkaši) hinein. Am 7. Juli 1521, während Suleimans Belgrader Feldzug, eroberte der dritte Wesir Ahmed Pascha sie für die Osmanen zurück.
Die Festung zeigt Baustile aus verschiedenen Perioden, da türkische und österreichische Herrscher sie nacheinander umgestaltet haben. Wer die Mauern betrachtet, kann die verschiedenen Bauphasen und die unterschiedlichen Techniken sehen, die jede Besatzung hinterlassen hat.
Die Anlage ist das ganze Jahr über zugänglich und man kann die Ruinen von mehreren Aussichtspunkten aus erkunden, ohne dass spezielle Ausrüstung erforderlich ist. Der Gelände ist teilweise unebenes Gelände mit Gras und einigen steilen Wegen, daher sind bequeme Schuhe zu empfehlen.
Der osmanische Name der Festung, Böğür Delen, bedeutet „Flankendurchbohrer“ und zeigt, dass sie den Flanken der über die Hauptachse Belgrad ziehenden Truppen angreifen sollte. Die Ungarn nahmen sie 1476 nach einer 33-tägigen Belagerung ein und legten 100 serbische Šajkaši hinein, die sie bis zur Rückeroberung durch Ahmed Paschas Truppen am 7. Juli 1521 hielten.
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