Schoina, Dorf in Sapoljarny rajon, Russland
Shoyna ist ein kleines Fischerdorf auf der Kanin-Halbinsel in Nordwestenrussland, das an der Küste der Weißen See liegt und von massiven, ständig beweglichen Sanddünen umgeben ist. Der Ort besteht aus verstreuten Häusern, von denen viele teilweise von Dünen verschüttet sind, mit Dächern, die aus der Sandlandschaft herausragen, sowie einem unbefestigten Flugstreifen als einzige regelmäßige Verbindung zur Außenwelt.
Shoyna wurde um 1902 als kleine Fischersiedlung gegründet und wuchs in den 1930er Jahren zu einem bedeutenden Hafen heran, wo über 70 Schiffe operierten. In den 1950er Jahren führte Überfischung zum Zusammenbruch der Fischbestände und destabilisierte den Meeresgrund, was die Bildung riesiger Sanddünen verursachte, die seitdem das Dorf allmählich überlagern.
Shoyna ist geprägt durch die Vermischung von Nenzen- und russischen Pomor-Traditionen, die in den alltäglichen Lebensweisen der Bewohner sichtbar werden. Familien nutzen traditionelle Fähigkeiten wie Fischfang und Jagd, um in dieser rauen Landschaft zu überleben, während Gemeinschaftstreffen in teilweise von Sand verschütteten Häusern stattfinden.
Das Dorf ist nur per Flugzeug oder Schiff zu erreichen, da es keine Straßen- oder Eisenbahnverbindungen gibt und der unbefestigte Landeplatz wetterabhängig ist. Besucher sollten mit schwierigen Bedingungen rechnen und sich vor extremer Kälte und starkem Wind schützen, besonders in den langen Wintermonaten.
Bewohner nutzen hausgemachte Fahrzeuge wie Gelände-Motorräder und Kleintransporter, um über die Sanddünen zu navigieren, und viele Häuser haben erhöhte Böden. Ein Bulldozer ist ständig im Einsatz, um Häuser auszugraben und Wege freizumachen, ein alltäglicher Kampf gegen die sich bewegende Landschaft, der das Leben hier prägt.
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