Halbinsel Kola, Halbinsel in der Region Murmansk, Russland.
Die Halbinsel Kola liegt zwischen der Barentssee im Norden und dem Weißen Meer im Süden und bedeckt etwa 100.000 Quadratkilometer subarktisches Gebiet im Nordwesten Russlands. Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Küstenabschnitten, bewaldeten Tälern und offener Tundra, wobei mehrere Flüsse durch das Gelände zur See fließen.
Händler aus Nowgorod erreichten die Halbinsel im 12. Jahrhundert und gründeten Handelsstationen für Pelze und Fisch. Die Region blieb dünn besiedelt, bis im 20. Jahrhundert Bergbau und Militäranlagen die Bevölkerung stark ansteigen ließen.
Die traditionellen Fischersiedlungen entlang der Küste zeigen heute noch hölzerne Bootshäuser und Trockengestelle für Kabeljau. Die älteren Bewohner sprechen oft von der Zeit, als ihre Familien ausschließlich vom Fang in den kalten Gewässern lebten.
Der Flughafen Murmansk bietet Verbindungen zu russischen Städten und nordischen Ländern, während Züge eine weitere Reisemöglichkeit darstellen. Die kurzen Sommertage und langen Winternächte beeinflussen stark, wann Besucher die Region am besten erkunden können.
Das Kolabohrloch erreichte 1989 eine Tiefe von über 12 Kilometern und ist damit das tiefste von Menschen geschaffene Loch der Erde. Forscher entdeckten dabei mikroskopische Fossilien in Gesteinsschichten, die niemand dort erwartet hatte.
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