Pawlow-Haus, Historisches Festungsgebäude in Wolgograd, Russland.
Das Gebäude, bekannt als Pavlov-Haus, ist ein mehrstöckiges Wohnhaus im zentralen Bezirk von Wolgograd, das während des Zweiten Weltkriegs zu einem befestigten Verteidigungspunkt wurde. Es steht nahe dem Lenin-Platz und weist vier Stockwerke mit dicken Ziegelwänden und verstärkten Fenstern auf, die damals als Beobachtungsposten dienten.
Der Unteroffizier Jakow Pawlow und eine kleine Gruppe sowjetischer Soldaten hielten das Haus im Herbst 1942 während der Schlacht um Stalingrad rund 60 Tage lang gegen die vorrückenden deutschen Einheiten. Die Verteidigung endete erst mit der allgemeinen Wende der Schlacht im Winter desselben Jahres.
Der Name ehrt den Soldaten, der die Verteidigung anführte, und das Gebäude trägt noch immer Gedenktafeln an den Außenwänden. Teile der Fassade zeigen bewusst Spuren der Kriegsschäden neben den renovierten Abschnitten, die heute wieder als Wohnraum dienen.
Öffentliche Verkehrsmittel zum Lenin-Platz bringen Besucher in die Nähe, von wo aus man das Gebäude zu Fuß erreicht. Führungen erklären die militärischen Verteidigungsmaßnahmen, die während der Belagerung angewendet wurden.
Die Verteidiger gruben unterirdische Gänge, um das Haus mit sowjetischen Nachschublinien zu verbinden, während sie die strategische Position oben hielten. Diese Tunnel ermöglichten es der kleinen Einheit, länger durchzuhalten als viele größere militärische Stellungen rundherum.
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