Russische Nationalbibliothek, Nationalbibliothek in Sankt Petersburg, Russland
Die Nationalbibliothek Russlands ist eine nationale Bibliothek in Sankt Petersburg, die mehr als 36 Millionen Objekte in mehreren Gebäuden in der Stadt verwahrt. Die Bestände umfassen Bücher, Handschriften, Karten und Zeitschriften, die Forscher und Besucher in speziellen Lesesälen einsehen können.
Katharina die Große gründete diese Einrichtung 1795 als Kaiserliche Öffentliche Bibliothek, die zunächst Sammlungen aus der Załuski-Bibliothek aus Polen aufnahm. Im Laufe der Jahrhunderte erweiterte die Institution ihre Bestände durch Pflichtexemplare aller in Russland gedruckten Werke.
Die Einrichtung bewahrt die vollständige persönliche Büchersammlung von Voltaire auf, die Katharina die Große nach dessen Tod aus Paris erwarb. Diese Sammlung umfasst handschriftliche Anmerkungen des Philosophen in den Büchern, die Einblicke in sein Denken geben.
Besucher können täglich die Lesesäle nutzen, Fachleute konsultieren und an Führungen durch Abteilungen wie Handschriften und seltene Bücher teilnehmen. Die Räume befinden sich in mehreren Gebäuden, daher lohnt es sich, im Voraus zu planen, welche Sammlungen man sehen möchte.
Die Bibliothek besitzt die weltweit größte Sammlung an russischen, ukrainischen und weißrussischen Sprachmaterialien, die alle gedruckten russischen Werke durch Pflichtabgabe umfasst. Forscher finden hier auch mehr als 6.000 Inkunabeln, also Bücher, die vor 1501 gedruckt wurden.
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