Arkaim, Bronzezeitliche Siedlung in Oblast Tscheljabinsk, Russland
Arkaim ist eine Ausgrabungsstätte aus der Bronzezeit in der Oblast Tscheljabinsk, die zwei kreisförmige Mauerringe mit vielen aneinandergereihten Wohneinheiten umfasst. Die Gebäude öffnen sich zu einem gemeinsamen Platz in der Mitte, und Erdwälle zeichnen noch heute die äußere Grenze nach.
Der Ort entstand vor etwa 4000 Jahren und war wenige Jahrhunderte lang bewohnt, bevor die Bewohner ihn verließen. Entdeckt wurde er erst Ende der 1980er Jahre, kurz bevor ein geplanter Stausee das Gelände überflutet hätte.
Der Ort zeigt Spuren einer Gesellschaft, die Metall bearbeitete und das flache Land um sich herum als Weide und Werkstatt nutzte. Besucher sehen nachgebaute Öfen und Werkzeuge, die erklären, wie Menschen hier vor Jahrtausenden Bronze schmolzen und formten.
Das Gelände liegt weit draußen in der Steppe, also ist ein eigenes Fahrzeug oder eine organisierte Tour nötig. Die beste Reisezeit ist im Sommer, wenn die Wege trocken und die Tage lang sind.
Die vier Tore des Kreises folgen den Himmelsrichtungen und lassen an bestimmten Tagen im Jahr das Licht der Sonne genau durch die Öffnungen fallen. Diese Anordnung half den Bewohnern vermutlich, Jahreszeiten und Festtage zu bestimmen.
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