Labynkyr Lake, Geschützter See in Oymyakonsky Ulus, Republik Sacha, Russland
Labynkyr ist ein Gewässer im Oymyakonsky-Distrikt der Republik Sacha, das sich über mehr als vierzig Quadratkilometer erstreckt und in einigen Bereichen über fünfzig Meter tief ist. Die Umgebung besteht aus felsigem Gelände mit spärlicher Vegetation und weiten Ausblicken auf die umliegenden Bergketten.
Die erste schriftliche Erwähnung des Seemonsters stammt vom Geologen Wiktor Twerdochlebow, der am 30. Juli 1953 ein großes bewegtes Objekt beobachtete. 1961 begann die Beprobung von Kieselalgen, die 79 Arten ergab. 2005 kartierte eine Fernsehexpedition mit Sonar einen anomalen Graben am Grund; im März 2013 erreichten die Taucher Dmitri Schiller und Alexander Gubin 59,6 m unter dem Eis.
Die Jakuten nennen das Wesen den Teufel von Labynkyr: ein dunkelgraues Tier mit riesigem Maul, dessen Augen so weit auseinanderliegen wie die Breite eines Floßes aus zehn Baumstämmen. Legenden zufolge greift es Menschen und Tiere an und kann das Wasser verlassen. Die erste schriftliche Erwähnung stammt vom Geologen Viktor Tverdokhlebov aus dem Jahr 1953.
Der See liegt im Ulus Oimjakon nahe den Grenzen der Region Chabarowsk und des Gebiets Magadan. Im März 2013 erreichte die Expedition ihn mit umgebauten KAMAZ-Lastwagen über das Eis; 30 km dauerten etwa 20 Stunden. Die Winterluft wurde bei -60 °C gemessen, während das Wasser bei etwa +2 °C bleibt; im Sommer sind bis 35 °C möglich.
Die etwa 30 m breite und 5–6 m hohe Insel in der Mitte des Sees soll laut Anwohnern zeitweise unter der Oberfläche verschwinden, obwohl der Wasserspiegel kaum schwankt; vermutlich ein optischer Effekt wie eine Fata Morgana.
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