Matotschkin Schar, Arktische Meerenge in Nowaja Semlja, Russland
Die Matochkin-Meerenge ist eine schmale Wasserstraße in Novaya Zemlya, die zwei Inseln trennt und zwei Meere verbindet. Die Passage ist an ihrer engsten Stelle nur etwa 600 Meter breit und wird während des größten Teils des Jahres von Eis bedeckt.
Die Region erlangte 1961 internationale Aufmerksamkeit, als die Sowjetunion großflächige Kernwaffentests durchführte. Danach folgten Jahrzehnte mit zusätzlichen unterirdischen Tests, die die Gegend stark geprägt haben.
Entlang der Meerenge liegen verlassene Fischersiedlungen, die von der maritimen Vergangenheit dieser arktischen Region zeugen. Die wenigen Überreste dieser Ansiedlungen erzählen von einer Zeit, als Menschen hier in dieser abgelegenen Gegend lebten und vom Meer lebten.
Das Meerenge ist schwer zugänglich und wird von dickem Eis beherrscht, was die Navigation einschränkt. Besucher müssen sich auf extreme arktische Bedingungen und begrenzte Möglichkeiten für Durchfahrten vorbereiten.
In den Jahrzehnten nach 1963 führten Wissenschaftler dutzende unterirdische Kernversuche in Tunneln unter einem nahegelegenen Berg durch. Diese Tests hinterließen tiefe Spuren in der geologischen Geschichte der Region.
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