Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche an der Nerl, Orthodoxe Ostkirche in Bogoljubowo, Russland.
Die Fürbittkirche an der Nerl ist ein orthodoxer Sakralbau in Bogoljubowo, Russland, der am Zusammenfluss zweier Flüsse auf einer künstlichen Anhöhe steht. Der quadratische Grundriss trägt einen schlanken Tambour mit vergoldeter Kuppel, und die weißen Kalksteinmauern zeigen schmale Bogenfenster und flache Pilaster an den Außenwänden.
Fürst Andrei Bogoljubski ließ den Bau 1165 nach einem Feldzug gegen die Wolgabulgaren errichten. Spätere Jahrhunderte brachten Veränderungen am Innenraum und an der Dachdeckung, doch die Hauptform und die Außenwände blieben weitgehend erhalten.
Der Name verweist auf das orthodoxe Fest Mariä Schutz und Fürbitte, das im Herbst begangen wird. Besucher sehen außen Reliefs mit Fabelwesen und Pflanzenmotiven, die altrussische Steinmetzkunst zeigen und die Wände zwischen den schmalen Fenstern schmücken.
Der Zugang führt über eine Wiese, die im Frühjahr oft unter Wasser steht, daher empfiehlt sich ein Besuch im Sommer oder Herbst. Ein kurzer Fußweg vom Dorf Bogoljubowo bringt Besucher zur Anhöhe, auf der das Gebäude steht.
Während der Frühjahrshochwasser umgibt Wasser die Anhöhe vollständig und lässt den weißen Bau wie eine Insel wirken. Dieser Effekt war von den mittelalterlichen Baumeistern beabsichtigt, um die Kirche aus der Ferne sichtbar und einprägsam zu machen.
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