Kanin-Halbinsel, Arktische Halbinsel im Autonomen Kreis der Nenzen, Russland.
Die Halbinsel Kanin liegt im Nordwesten Russlands im Autonomen Kreis der Nenzen und erstreckt sich zwischen dem Weißen Meer im Westen und dem Barentssee im Osten. Das Gelände ist überwiegend flach, von Tundra bedeckt und weist eine lange, offene Küstenlinie auf, die starken Winden ausgesetzt ist.
Die Halbinsel wird seit Jahrtausenden von Jägern, Fischern und Rentierhirten bewohnt, die sich an das harte Klima angepasst haben. Russische Entdecker und Händler kamen im Mittelalter in dieses Gebiet, was die Küstenansiedlungen nach und nach veränderte.
Die Nenzen, die seit Generationen auf der Halbinsel leben, betreiben Rentierzucht und Fischerei als Hauptlebensgrundlage. Diese Lebensweise prägt den Alltag der wenigen Bewohner bis heute sichtbar, von den Zelten der Wanderhirten bis zu den kleinen Bootsstegen an der Küste.
Die Halbinsel ist abgelegen und nur mit Geländefahrzeugen oder per Flugzeug erreichbar, da es keine befestigten Straßen gibt. Der Sommer ist die zugänglichste Jahreszeit, aber das Wetter kann sich jederzeit schnell ändern.
Das Dorf Schojna an der Westküste wird seit Jahrzehnten von wandernden Sanddünen überflutet, die Gebäude langsam begraben. Die Einwohner haben im Laufe der Jahre mehrfach ihre Häuser freischaufeln müssen, um weiter dort leben zu können.
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