Jüdisches Museum und Zentrum für Toleranz, Jüdisches Museum in der Obraztsova Straße, Moskau, Russland.
Das Zentrum befindet sich in der Obraztsova-Straße und erstreckt sich über mehrere Stockwerke mit Ausstellungsräumen, Bildungseinrichtungen und einem Archivbereich. Die Innenräume verbinden sichtbare Betonkonstruktionen mit digitalen Installationen, die Dokumente, Fotografien und persönliche Erinnerungsstücke präsentieren.
Die Einrichtung wurde 2012 eröffnet, nachdem die alte Garage umgebaut wurde, um Materialien über das jüdische Leben im russischen Reich und in der Sowjetunion zu bewahren. Die Sammlungen dokumentieren Gemeinden vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf Alltagserfahrungen und Familienerinnerungen.
Der Bau im konstruktivistischen Stil stand ursprünglich als Busgarage, bevor er für diesen Zweck umgebaut wurde und dabei seine architektonische Identität bewahrte. Besucher sehen heute, wie industrielle Formen aus den 1920er Jahren mit modernen Ausstellungsflächen kombiniert wurden.
Das Zentrum liegt in der Nähe der Metrostation Marjina Roscha, von wo aus die meisten Besucher zu Fuß gehen. Die Ausstellungsräume sind mit dem Aufzug erreichbar und die gesamte Route ist barrierefrei gestaltet.
In einem der Räume steht eine nachgebaute Synagoge, in der Besucher auf Bänken Platz nehmen und durch Projektionen an den Wänden die Atmosphäre eines Gottesdienstes nachempfinden können. Eine andere Sektion nutzt erhaltene Tonaufnahmen von Familiengeschichten, die über Lautsprecher in abgedunkelten Gängen abgespielt werden.
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