Gulag-Museum, Historisches Museum in Moskau, Russland
Das Gulag-Museum ist eine Einrichtung zur Erinnerung an das Lagersystem der Sowjetunion im zentralen Moskau. Die Räume verteilen sich über mehrere Etagen und zeigen Originalstücke wie Metalltüren, Kleidung und Alltagsgegenstände von Menschen aus den Arbeitslagern.
Der Historiker und Schriftsteller Anton Antonow-Owsejenko gründete diese Einrichtung zu Beginn des 21. Jahrhunderts, um die Geschichte der Zwangsarbeitslager zwischen den 1930er und 1950er Jahren zu dokumentieren. Sein Vater gehörte zu den Menschen, die in einem dieser Lager starben, was ihn zu diesem Projekt motivierte.
Das Haus trägt seinen Namen nach dem Akronym für die Hauptverwaltung der Lager und verwendet viele persönliche Gegenstände wie Briefe und Fotos von Menschen, die in diesen Orten lebten. Besucher sehen nicht nur Vitrinen, sondern auch nachgebaute Räume, in denen sich die Lebensbedingungen dieser Zeit nachvollziehen lassen.
Die Metrostation Dostojewskaja liegt in der Nähe und führt direkt zum Eingang der Ausstellung. Wochentags außer montags öffnet das Haus ab dem späten Vormittag bis in den Abend, donnerstags gibt es verlängerte Öffnungszeiten.
Eine große Karte an der Wand zeigt die geografische Ausdehnung der Lager über das gesamte Gebiet des Landes. Manche Fundstücke kommen aus Hinrichtungsstätten, wo sie viele Jahre im Boden lagen, bevor man sie freilegte.
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