Oljokminski Sapowednik, Schutzgebiet in Sacha, Russland
Das Olyokma-Naturschutzgebiet ist ein ausgedehntes Schutzgebiet in Ostsibirien, Russland, das weite Flächen aus Flussauen, sanften Hügeln und Lärchenwäldern umfasst. Das Gebiet erstreckt sich über Hochland- und Tieflandökosysteme, die von der Olyokma und ihren Nebenflüssen durchzogen werden.
Das Schutzgebiet wurde 1984 von den sowjetischen Behörden eingerichtet, um die Ökosysteme Ostsibiriens vor dem wachsenden Druck durch Entwicklung und Ressourcengewinnung zu schützen. Es war Teil einer breiteren sowjetischen Politik zum Aufbau eines nationalen Netzes von Naturschutzgebieten, den sogenannten Sapowedniki.
Die einheimischen Gemeinschaften der Region, darunter Jakuten und Ewenken, haben über Generationen hinweg Jagd- und Sammeltraditionen in diesem Gebiet gepflegt. Spuren dieser Lebensweise sind noch heute in den Dörfern rund um das Schutzgebiet zu finden.
Ein Besuch erfordert eine spezielle Genehmigung, die über die Verwaltung in der Stadt Olekminsk beantragt werden kann. Aufgrund der Abgelegenheit und der extremen Kälte im Winter ist eine sorgfältige Vorbereitung mit lokaler Unterstützung unerlässlich.
Das Schutzgebiet beherbergt eine der wenigen Populationen des Zobels in Ostsibirien, eines kleinen Marders, der früher wegen seines Fells intensiv bejagt wurde und in vielen Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets verschwunden ist. Das Gebiet gilt heute als einer der sichersten Rückzugsorte für diese Art in Russland.
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