Paramonov mansion, Neoklassizistisches Herrenhaus in der Puschkinskaja-Straße in Rostow am Don, Russland.
Das Paramonov-Herrenhaus ist ein neoklassizistisches Gebäude an der Pushkinskaya-Straße in Rostow am Don mit einer symmetrischen Nordfassade. Die Fassade zeigt einen sechssäuligen Portikus in ionischer Ordnung und dekorative Pilaster an den Seitenwänden, die das architektonische Prestige seiner Zeit ausstrahlen.
Das Herrenhaus wurde 1914 für den Verleger Nikolai Paramonov erbaut und 1918 von sowjetischen Behörden beschlagnahmt. Es diente dann als Sitz des Revolutionskomitees und markierte den Wendepunkt vom privaten Wohlstand zur Kontrolle durch die neue Ordnung.
Das Gebäude war über viele Jahre hinweg Schauplatz verschiedener gesellschaftlicher Funktionen und spiegelt die wechselvolle Geschichte der Stadt wider. Besucher können heute noch die Spuren dieser verschiedenen Nutzungen in der Raumaufteilung und Ausstattung erkennen.
Das Gebäude ist am besten tagsüber zu besichtigen, wenn natürliches Licht die Architekturdetails deutlich macht. Besucher sollten beachten, dass die Restaurierungsarbeiten das Gebäude in zugänglichem Zustand hinterlassen haben.
Der Gründer des Herrenhauses, Nikolai Paramonov, war zunächst ein Gegner der zaristischen Herrschaft und verbüßte drei Jahre Gefängnis dafür. Seine späteren Beziehungen zu den Bolschewiken zeigen eine komplexe persönliche Geschichte hinter dem Gebäude.
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