Varandey, Ölterminal an der Barentssee-Küste, Russland
Varandey ist ein Öl-Exportterminal an der Küste der Barentssee im Norden Russlands, in der Nenets-Region. Die Anlage besteht aus einer langen Rohrleitung, die sich vom Ufer weit ins Meer erstreckt, um Öltankern das Anlegen in flachen Küstengewässern zu ermöglichen.
Das Terminal wurde Anfang der 2000er Jahre gebaut, als Russland neue Wege suchte, Rohöl aus arktischen Feldern auf Schiffe zu verladen und in internationale Märkte zu transportieren. Die Anlage wurde später ausgebaut, um größere Mengen Öl verarbeiten zu können.
Das Terminal liegt in der Nenets-Region, einem Gebiet, das von der Volksgruppe der Nenzen bewohnt wird, deren traditionelle Lebensweise auf Rentierzucht basiert. Die Ankunft der Ölindustrie hat das Leben in dieser Region grundlegend verändert.
Das Terminal ist ein aktives Industriegelände mit strengen Zugangsregeln, daher sollte jeder Besuch vorab sorgfältig geplant werden. Die Gegend ist wegen ihres rauen polaren Klimas nur schwer erreichbar, insbesondere im Winter, und erfordert eine gute Ausrüstung.
Die Ladestation befindet sich etwa 22 Kilometer vor der Küste, was sie zu einer der am weitesten vom Ufer entfernten Anlagen dieser Art in der Arktis macht. Dieser Abstand war notwendig, weil die flachen Küstengewässer so weit hinaus reichen, dass Tanker nicht näher ans Ufer kommen können.
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