Екатерининская богадельня, Historischer Armenhauskomplex im Stadtteil Sokolniki, Moskau, Russland.
Das Katharinenarmhaus präsentiert sich als ein Gebäudekomplex aus dem 18. Jahrhundert mit Steinstrukturen, die klassische architektonische Elemente, dekorative Pilaster an den zentralen Toren und erhaltene Innendetails aus dem 19. Jahrhundert aufweisen, welche die raffinierten Bautechniken ihrer Epoche demonstrieren.
Ursprünglich auf den Fundamenten einer Textilfabrik aus dem späten 17. Jahrhundert errichtet, wurde der Komplex 1771 in ein Armenhaus für alte Seeleute umgewandelt, mit südlichen und östlichen Flügeln nach Entwürfen des Architekten I.A. Selekhov erweitert und diente nach dem Moskauer Brand von 1812 als Krankenhaus für verwundete Soldaten.
Als föderale Kulturerbestätte Russlands repräsentiert das Katharinenarmhaus die Entwicklung sozialer Institutionen im vorrevolutionären Moskau und verkörpert die karitativen Traditionen und Zivilarchitektur des 18. Jahrhunderts, die die humanitären Werte und stadtplanerischen Ansätze der Stadt prägten.
Derzeit im Besitz der Russischen Technologischen Universität (MIREA), ist der Komplex im Stadtteil Sokolniki zugänglich und bietet Bildungsprogramme und Ausstellungen zu Moskauer Wohltätigkeitseinrichtungen, mit detaillierten Informationen über verschiedene Online-Ressourcen und Führungen für Besucher und Forscher verfügbar.
Der Komplex kombiniert einzigartig Planungselemente im Pavillon-Stil mit alternierenden kreisförmigen und rechteckigen Formen und überstand bemerkenswert die teilweise Zerstörung während der Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs, wodurch er zu einem der wenigen verbliebenen Beispiele karitativer Architektur des 18. Jahrhunderts in Moskau mit seinen ursprünglichen Toren und dekorativen Merkmalen wurde.
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