Lummelunds bruk, Herrenhaus in der Gemeinde Gotland, Schweden
Lummelunds bruk ist ein Herrenhaus aus Stein, das neben dem unterirdischen Lummelunda-Bach steht und über Jahrhunderte verschiedene Fabriken antrieb. Die Anlage umfasst mehrere Gebäude, die für unterschiedliche Produktionszweige wie Sägewerke, Papierherstellung und Mühlen genutzt wurden.
Der erste dokumentierte Betrieb am Ort war eine Mühle aus dem Jahr 1594, später erhielt Christoffer Ulfeldt 1620 die Erlaubnis, Fabriken am Lummelunda-Bach zu errichten. Ab dem 17. Jahrhundert entstand dort auch eine Eisenhütte, die Erz aus der Stockholmer Schärenküste verarbeitete, da Gotland keine Eisenvorkommen hatte.
Der Ort zeigt, wie eine schwedische Industrieanlage sich über Jahrhunderte veränderte und verschiedene Handwerkszweige beherbergte. Die Gebäude erzählen von der Arbeit mit Wasser als Antriebskraft und dem Wechsel zwischen unterschiedlichen Produktionen.
Das Gelände liegt direkt neben der Lummelunda-Höhle, die viele Besucher erkunden möchten und die den Besuch einfach kombinierbar macht. Der Ort ist leicht erreichbar und bietet sich an, um sowohl die Industriegebäude als auch die nahegelegenen geologischen Formationen in einer Tour zu sehen.
Das Eisenwerk bezog sein Erz nicht von der Insel selbst, sondern ließ es über große Entfernungen aus den Minen der Stockholmer Schären anliefern. Dieses ungewöhnliche Logistiksystem zeigt, wie frühe Industriebetriebe ihre Rohstoffe beschafften und welche Verbindungen zwischen entfernten Orten bestanden.
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