Villa Göth, Brutalistisches Wohnhaus in Uppsala, Schweden
Villa Göth ist ein zweistöckiges Wohnhaus mit Untergeschoss, das mit rohem Beton und dunklen Ziegeln erbaut wurde. Sichtbare I-Träger rahmen die Fensteröffnungen an der Front und Rückseite ein, während das Innere durch Ziegelmauern und Betondecken mit ursprünglichen Holzschalungsmustern geprägt ist.
Das Haus entstand 1950 für einen Pharmacia-Geschäftsführer und wurde von den Architekten Bengt Edman und Lennart Holm entworfen. Es markierte einen frühen Wendepunkt in der Architekturgeschichte, als seine raue ästhetik internationale Aufmerksamkeit erhielt.
Das Haus ist eng mit der Geschichte des Brutalismus verbunden, da der Architekt Hans Asplund hier den Begriff prägte. Die Räume zeigen, wie dieser Stil im Alltag eines wohlhabenden Haushalts gelebt wurde.
Das Haus liegt im Stadtteil Kåbo an der Döbelnsgatan und ist von außen gut zu sehen, obwohl es sich um eine private Residenz handelt. Am besten besucht man die Gegend zu Fuß, um die Details der Fassade und der Umgebung zu würdigen.
Die Badezimmer sind in der Form von Aalto-Vasen aus Rohbeton geformt, eine unerwartete künstlerische Geste in einem so rohen Bauwerk. Diese skulpturalen Details verbinden Funktionalität mit einer subtilen Kunstform im Privatem Raum.
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