Kollektivhuset, John Ericssonsgatan, Wohnkomplex in Kungsholmen, Stockholm, Schweden
Kollektivhuset an der John Ericssonsgatan ist ein Wohngebäude mit gelber Fassade, angewinkelten Erkern und gerundeten Balkonen, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken. Der Komplex beherbergt 57 Wohnungen verschiedener Größen, darunter Eineinhalbzimmer-, Zweizimmer- und Vierzimmerwohnungen.
Das Gebäude wurde 1935 von Architekt Sven Markelius zusammen mit der Politikerin Alva Myrdal entworfen und war Teil der Entwicklung des schwedischen Wohlfahrtsstaates. Es markierte einen Wendepunkt in der Wohnkonzeption, die Arbeitnehmer und Familien mit innovativen sozialen Infrastrukturen unterstützen sollte.
Das Gebäude verkörpert ein Wohnmodell, das Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt und bewohner zum Teilen von alltäglichen Aufgaben einlädt. Bewohner nutzten gemeinsame Bereiche wie die Zentralküche und das Restaurant, um sich zu treffen und ihre täglichen Lasten zu verringern.
Das Gebäude liegt in Kungsholmen und wird von der Wohnungsgenossenschaft Fågelbärsträdet verwaltet, was es zu einer bewachten Gemeinschaft macht. Besucher sollten beachten, dass dies ein privates Wohngebäude ist und der Zugang zu internen Bereichen begrenzt sein kann.
Das Haus war eines der ersten Beispiele in Skandinavien, das ein Wohnmodell mit Zentralküche und Kindertagesstätte für berufstätige Familien anbot. Diese Kombination löste praktische Probleme des Alltags und machte es zu einem Vorreiter sozialer Wohnkonzepte in der Region.
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