Gullmarn, Meeresschutzgebiet in der Gemeinde Lysekil, Schweden.
Gullmarn ist ein Fjord an der schwedischen Westküste, der sich über eine beträchtliche Entfernung erstreckt und stellenweise sehr tiefe Becken aufweist, während die Mündung flacher ist. Die Struktur des Fjords mit seinen unterschiedlichen Tiefenzonen schafft verschiedene Lebensräume, die alles von winzigen Organismen bis zu größeren Meerestieren beherbergen.
Der Fjord war in früheren Jahrhunderten das Zentrum einer großen Heringsfischereiindustrie, die enorme Mengen an gesalzenem Hering in andere Regionen exportierte. Diese wirtschaftliche Aktivität prägte die Gegend über lange Zeit und machte sie zu einem wichtigen Handelszentrum.
Der Fjord ist heute ein wichtiger Ort für die Meeresforschung, wo mehrere Institute ihre Arbeit durchführen und die besonderen Lebensbedingungen hier untersuchen. Besucher können die Bedeutung dieser Forschungsstätten für das Verständnis der Ostsee erleben und sehen, wie intensiv die wissenschaftliche Arbeit vor Ort betrieben wird.
Der Zugang zu den Ufern ist an vielen Stellen möglich, wobei die beste Zeit für einen Besuch an ruhigen Tagen ist, um die Wasserbedingungen und Tier voll genießen. Bei Interesse an der Forschung können Besucher oft die Aktivitäten an den Forschungsstationen beobachten oder sich informieren, wenn sie die Gegend erkunden.
Das Gewässer ist Schwedens einziger Fjord mit einer Schwelle am Eingang, die eine Barriere für Wasserbewegungen bildet und besondere Lebensbedingungen schafft. Diese geologische Besonderheit ermöglicht es, dass Arten hier leben, die sonst nur in offeneren Meeresgebieten anzutreffen sind.
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