Nitrolackfabriken, Industriebaustelle in Lövholmen, Schweden.
Nitrolackfabriken ist eine Fabrikanlage mit Backsteingebäuden in Lövholmen, auf der Halbinsel im Stockholmer Hafen. Die Struktur besteht aus mehreren Etagen mit beton gestützten Säulen und wirkt massiv und geometrisch, typisch für die Industriearchitektur der Nachkriegszeit.
Das Werk wurde 1943 von den Architekten Nils Tesch und Lars Magnus Giertz entworfen und diente AB Wilh Beckers als Produktionsstätte für Lackfarben. Die Nachkriegszeit prägte den Stockholmer Hafen mit solchen funktionalen Industriebauten, die bis heute das Bild des Viertels bestimmen.
Das Gebäude steht für eine Zeit, als Stockholm Fabriken direkt in der Stadt beheimatete und Industrie zum Stadtbild gehörte. Die rote Backsteinfassade und die robuste Bauweise zeigen, wie man damals funktionale Räume schuf, die trotzdem handwerkliche Qualität ausstrahlen.
Das Gebäude befindet sich auf niedriger Höhe direkt am Wasser mit speziellen Fundamentierungstechniken gegen Hochwasser. Der Besuch ist am besten von außen möglich, da die Wände verstärkt und das Gebäude noch als Produktionsstätte genutzt wird.
Das Gebäude war mit speziellen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet, darunter selbstschließende Brandschutztüren und explosionsgeschützte Beleuchtung für die gefährliche Lack- und Chemikalienproduktion. Solche technischen Details zeigen, wie ernst man die Sicherheit in frühen Industrieanlagen nahm.
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