Highgate Cemetery, Viktorianischer Friedhof im Norden Londons, England
Die Anlage erstreckt sich über zwei Bereiche: Der östliche Teil steht Besuchern frei zugänglich zur Verfügung, während der westliche Bereich nur im Rahmen geführter Touren besichtigt werden kann. Die 53.000 Gräber verteilen sich über hügelige Wege zwischen dicht bewachsenen Flächen mit teilweise überwucherten Grabmälern und imposanten Mausoleen.
Gegründet 1839 als einer der Magnificent Seven-Friedhöfe Londons sollte die Anlage die überfüllten innerstädtischen Kirchhöfe entlasten. Die Bestattungen erreichten ihren Höhepunkt im späten 19. Jahrhundert, bevor der Ort im 20. Jahrhundert zu verfallen begann. Nach Rettungsmaßnahmen durch Freiwillige ab den 1970er Jahren erhielt der Friedhof 1981 den Grade I Status.
Der Friedhof beherbergt Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten, darunter Philosoph Karl Marx, Schriftstellerin George Eliot, Autor Douglas Adams und DNA-Forscherin Rosalind Franklin, deren Gräber regelmäßig von Besuchern aus aller Welt aufgesucht werden. Die Anlage dient als wichtiger Erinnerungsort für Literatur, Wissenschaft und politische Geschichte.
Von März bis Oktober öffnet die Anlage um 10:00 Uhr und schließt um 17:00 Uhr, während die Schließung von November bis Februar bereits um 16:00 Uhr erfolgt. Der Eintritt zur östlichen Sektion ist kostenpflichtig, für die westliche Sektion müssen Führungen im Voraus gebucht werden. Die nächste U-Bahn-Station ist Archway an der Northern Line, von dort sind es etwa 15 Gehminuten bergauf.
Das Gelände fungiert als städtisches Naturreservat mit etablierten Fuchsbauten, mehreren Spechtarten und seltenen Flechtenarten, die auf alten Grabsteinen wachsen. Diese Kombination aus viktorianischer Grabkunst und unkontrollierter Vegetation schafft ein außergewöhnliches Ökosystem innerhalb der Metropolregion, das wissenschaftliches Interesse für Biodiversitätsstudien weckt.
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