Hay-on-Wye, Buchstadt an der walisisch-englischen Grenze, Vereinigtes Königreich
Hay-on-Wye ist eine Kleinstadt an der Grenze zwischen Wales und England, die mehr als zwanzig Buchhandlungen beherbergt, welche sich auf unterschiedliche Bereiche von seltenen Ausgaben bis zu zeitgenössischer Literatur spezialisieren. Die Läden verteilen sich entlang mehrerer Straßen im Zentrum und füllen ehemalige Wohnhäuser, Kinos und sogar ein altes Feuerwehrhaus.
Richard Booth eröffnete 1961 den ersten Antiquariatsladen und erwarb Bücher aus schließenden amerikanischen Bibliotheken, womit er die Grundlage für die literarische Ausrichtung legte. In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Buchhändler nach, und 1988 begann das jährliche Literaturfestival, das bis heute fortbesteht.
Der Name stammt vom normannisch-französischen "La Haie", was Umfriedung bedeutet, und verweist auf die mittelalterliche Befestigung nahe der Grenze. Viele Ladenfronten tragen noch handgemalte Schilder mit Buchtiteln oder Autorennamen, die den literarischen Charakter des Ortes sichtbar machen.
Der Großteil der Buchläden konzentriert sich auf wenigen Straßen nahe der Burgruine und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Viele Geschäfte haben am Donnerstag wegen des Marktes angepasste Öffnungszeiten oder schließen früher, daher empfiehlt sich ein Besuch an anderen Wochentagen.
Der Ehrlichkeitsbuchladen steht im Freien an der Burgmauer und lässt Besucher Bücher selbst auswählen und das Geld in eine Kassette legen, ohne dass jemand den Vorgang überwacht. An regnerischen Tagen bleiben die Regale mit Planen bedeckt, die man selbst zur Seite schiebt.
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