Barking Abbey, Mittelalterliche religiöse Ruinen in Barking, England
Barking Abbey zeigt sich als Sammlung von Steinmauern, Bögen und Fundamentresten auf einer ebenen Grünfläche in Barking. Die Fragmente zeichnen den Grundriss eines ehemaligen Konventgebäudes nach, wobei einzelne Mauerteile unterschiedliche Höhen erreichen und Durchgänge sowie Räume erkennbar werden.
Das Kloster entstand im siebten Jahrhundert durch Erkenwald und entwickelte sich zu einer einflussreichen Benediktinerabtei für Frauen. Die Auflösung durch Heinrich VIII. im 16. Jahrhundert führte zur Zerstörung der meisten Gebäude, während Teile der Grundmauern überdauerten.
Die Anlage bewahrt ihren Namen von einem sächsischen Familiennamen und trägt heute noch die Spuren klösterlicher Lebensführung im mittelalterlichen England. Besucher können sich vorstellen, wie Nonnen hier gebetet, gelesen und handwerkliche Tätigkeiten ausgeführt haben, während sie zwischen den erhaltenen Fundamenten umhergehen.
Der Zugang zur Ruinenanlage ist das ganze Jahr über möglich, und Informationstafeln erläutern die ehemalige Nutzung der einzelnen Bereiche. Ein Rundgang dauert meist etwa eine halbe Stunde und ermöglicht freie Bewegung zwischen den Mauerteilen.
Die Äbtissin dieser Anlage hatte traditionell Vorrang vor allen anderen Äbtissinnen in England und leitete eine der wohlhabendsten klösterlichen Gemeinschaften des Landes. Mehrere sächsische Königinnen und Prinzessinnen wählten diesen Ort für ihr religiöses Leben und prägten damit seine besondere Stellung im mittelalterlichen England.
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