Canvey Island, Flussinsel in Essex, England
Canvey Island ist eine bewohnte Flussinsel im Mündungsgebiet der Themse in der Grafschaft Essex, die durch zwei Brücken bei South Benfleet mit dem Festland verbunden ist. Die gesamte Insel liegt hinter hohen Deichmauern, die den niedrigen Boden vor Überflutungen schützen.
Die Nordseeflut von 1953 tötete 58 Menschen auf der Insel und zwang mehr als 13.000 Bewohner zur Evakuierung. Nach der Katastrophe wurden die Deiche erhöht und verstärkt, um künftige Sturmfluten abzuwehren.
Das niederländische Cottage-Museum aus dem 17. Jahrhundert steht noch immer als Zeugnis der Ingenieursarbeit, die das flache Land vor dem Meer schützte. Vor allem an Wochenenden kommen Familien hierher, um mehr über die wasserbaulichen Techniken zu erfahren, die damals aus den Niederlanden kamen.
Busse verkehren regelmäßig zwischen der Insel und den Nachbarorten auf dem Festland, wo auch Bahnhöfe mit direkter Verbindung nach London liegen. Die Deiche und Uferwege sind für Fußgänger und Radfahrer frei zugänglich und bieten Ausblicke über das Flusswasser.
Ab 1959 betrieb die Insel das erste Flüssiggas-Terminal der Welt, das speziell für den Import per Tankschiff ausgelegt war. Die Anlage blieb mehrere Jahrzehnte lang in Betrieb und prägte die Uferlinie im östlichen Teil der Insel.
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