Castle Howard, Herrenhaus in Yorkshire, England.
Castle Howard ist ein Landhaus im englischen Barock in Henderskelfe, Yorkshire, mit einer zentralen Kuppel und zwei symmetrischen Flügeln. Die Nordfassade zeigt dorische Säulen, während die Südfassade korinthische Säulenordnung trägt.
Der Bau begann 1699 unter Architekt John Vanbrugh für den Earl of Carlisle und dauerte über zehn Jahre für das Hauptgebäude. Ein Feuer im November 1940 zerstörte große Teile einschließlich der Kuppel, bevor 1952 die öffentliche Öffnung nach Restaurierung erfolgte.
Der Name geht auf die Howard-Familie zurück, die seit über 300 Jahren hier lebt. Zur Sammlung gehören über 300 Porzellanstücke aus Sèvres, Meissen und Delft, in Italien erworbene römische Statuen und drei bestickte Textilien nach Entwürfen von William Morris, die Lucretia, Hippolyta und Helena von Troja zeigen.
Das Haus liegt auf einem Grat; die Südseite blickt über Rasenflächen, die beiderseits zu je einem See abfallen. Der ummauerte Garten und der ab 1975 gepflanzte Arboretum von 514.000 m² haben eigene Eingänge, getrennt vom Haus. Der nach dem Brand von 1940 neu gedeckte Ostflügel ist weiterhin eine leere Hülle und gehört nicht zum möblierten Rundgang.
Bei dem Brand von 1940 stürzte die Kuppel ein; der kanadische Künstler Scott Medd schuf Anfang der 1960er Jahre Pellegrinis verlorenes Deckenbild Der Sturz des Phaeton an ihrer Unterseite neu. Der ebenfalls ausgebrannte Ostflügel wurde neu eingedeckt, ist aber bis heute eine leere Hülle.
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