Schatz von Staffordshire, Angelsächsischer Schatz in Staffordshire, England
Der Staffordshire Hoard ist ein archäologischer Schatzfund nahe Lichfield in England, der mehrere tausend angelsächsische Metallgegenstände umfasst. Die Sammlung besteht hauptsächlich aus vergoldetem Silber, Gold und verzierten Waffenteilen, die in einem Feld im Jahr 2009 entdeckt wurden.
Ein Metallsondengänger entdeckte die ersten Stücke im Juli 2009, was zu umfangreichen Ausgrabungen führte, die hunderte weitere Objekte ans Licht brachten. Die meisten Fundstücke stammen aus dem siebten und achten Jahrhundert und wurden wahrscheinlich während oder nach kriegerischen Auseinandersetzungen vergraben.
Die Fundstücke tragen winzige Goldfiligranarbeiten und Granateinlagen, die zeigen, wie angelsächsische Handwerker kostbare Waffen und Ausrüstung verzierten. Viele Objekte wurden absichtlich zerlegt oder verbogen, bevor sie vergraben wurden, was auf rituelle Praktiken nach Schlachten hinweist.
Die Objekte sind dauerhaft im Birmingham Museum and Art Gallery sowie im Potteries Museum and Art Gallery zu sehen, wo sie in speziell gestalteten Ausstellungsräumen präsentiert werden. Beide Museen bieten Erklärungen zu den einzelnen Fundstücken und ihrer Bedeutung für die angelsächsische Geschichte.
Fast alle Stücke im Schatz gehörten ursprünglich zu Waffen oder Rüstungen, doch es finden sich fast keine Alltagsgegenstände oder weiblicher Schmuck. Die Sammlung enthält auch eine kleine Inschrift in lateinischer Sprache aus dem Buch der Numeri, die in Gold auf einem Schwertbeschlag eingraviert ist.
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