Fleet-Gefängnis, Mittelalterliches Gefängnis in Farringdon, London, England
Das Fleet-Gefängnis stand an der östlichen Uferseite des Fleet River und unterschied deutlich zwischen Bereichen für arme und wohlhabende Gefangene. Wohlhabendere Häftlinge konnten gegen Zahlung bessere Unterkünfte erhalten.
Das Gefängnis wurde 1197 gegründet und überdauerte mehrere Zerstörungen, besonders während des Bauernaufstands 1381. Der Große Brand von London 1666 führte ebenfalls zu großen Schäden an der Anlage.
Das Gefängnis war bei Besuchern aus den nahen Märkten beliebt, die das ungewöhnliche Sozialleben beobachteten, das dort herrschte. Gefangene spielten Billard und Kegelbahn in bereichen, die zum entspannen genutzt wurden.
Der Zugang zur Anlage erforderte das Zahlen von Gebühren beim Eintritt und beim Austritt, was typisch für die damalige Gefängnisfinanzierung war. Zusätzliche Zahlungen waren für Unterkunft, Verpflegung und andere Dienstleistungen während des Aufenthalts erforderlich.
Zwischen 1613 und 1753 fanden in der Liberty of the Fleet irregulär Eheschließungen statt, bei denen Schuldner als Geistliche tätig waren. Diese Trauungen in nahegelegenen Gasthöfen umgingen die damaligen rechtlichen Beschränkungen.
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