Brick Lane, Gastronomieviertel in East London, Vereinigtes Königreich
Brick Lane ist eine Straße im Osten Londons, die sich über mehrere Blocks erstreckt und an beiden Straßenrändern dicht mit Geschäften, Restaurants und Galerien bebaut ist. Die meisten Läden befinden sich in schmalen viktorianischen Reihenhäusern aus rotem Backstein, während an den Kreuzungen auch größere moderne Gebäude stehen.
Im 15. Jahrhundert wurde hier Ton abgebaut und zu Ziegeln gebrannt, was der Straße ihren Namen gab. Ab dem 17. Jahrhundert siedelten sich hugenottische Weber an, später kamen jüdische Einwanderer, und ab den 1970er Jahren prägte die bengalische Gemeinde das Viertel.
Die Straße trägt ihren Namen vom Ziegelwerk, das hier seit Jahrhunderten stand, und heute findet man entlang der gesamten Strecke Restaurants, die Gerichte aus Bangladesch servieren. Viele Hauswände zeigen großflächige Graffiti und Wandbilder, die regelmäßig wechseln und das Straßenbild prägen.
Die nächstgelegenen U-Bahn-Stationen sind Aldgate East und Liverpool Street, von denen aus man die Straße zu Fuß in wenigen Minuten erreicht. Am Sonntag öffnen hier viele Flohmärkte und Straßenstände, an Wochentagen konzentriert sich das Leben auf die Restaurants und Geschäfte.
Ein Gebäude, das heute als Moschee dient, wurde 1743 als Kapelle errichtet, später zur Synagoge umgewandelt und 1976 schließlich zum islamischen Gebetsraum. An der Fassade sind noch Spuren aller drei religiösen Nutzungen zu erkennen, darunter hebräische Inschriften neben gotischen Fenstern.
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