Boydell Shakespeare Gallery, Kunstmuseum in London, England
Die Boydell Shakespeare Gallery war ein Kunstmuseum in Pall Mall in Westminster, das zwischen 1789 und 1805 Gemälde nach Szenen aus Shakespeares Dramen zeigte. Der Raum bot Platz für großformatige Leinwände und füllte sich im Laufe der Jahre mit mehr als 160 Werken britischer Maler.
Der Kupferstecher John Boydell rief das Projekt im November 1786 ins Leben, um britische Künstler zu fördern und das Historienbild in England voranzubringen. Die Galerie öffnete drei Jahre später, scheiterte jedoch finanziell und wurde 1805 in einer Lotterie aufgelöst.
Die Gemälde in der Ausstellung fingen dramatische Momente aus Stücken wie Macbeth, Hamlet und King Lear ein und zogen Londoner Besucher an, die Shakespeares Theater und Literatur schätzten. Künstler deuteten bekannte Szenen auf ihre Weise und trugen dazu bei, dass das Theater des 16. Jahrhunderts im späten 18. Jahrhundert wieder lebendig wurde.
Das Gebäude in Pall Mall wurde vom Architekten George Dance dem Jüngeren entworfen und bot hohe Wände für große Leinwände. Heute existiert das Museum nicht mehr, aber die Drucke und Kupferstiche aus diesem Vorhaben finden sich in mehreren britischen Sammlungen.
Die Druckgrafiken aus diesem Projekt wurden lange nach der Schließung weiterverkauft und beeinflussten das Bild Shakespeares in der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts. Einige der hier gezeigten Gemälde befinden sich heute in Museen wie der Tate Britain oder dem Yale Center for British Art.
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