Red Lady of Paviland, Homininen-Fossil in der Goat's Hole Höhle, Gower-Halbinsel, Wales.
Das Skelett des Roten Mannes von Paviland stammt von einem jungen Jäger und Sammler, dessen Knochen mit rotem Ocker bedeckt waren und in einem Kalksteinhöhlensystem gefunden wurden. Die Überreste befinden sich heute im Oxford University Museum of Natural History, während zusätzliche Gegenstände im Swansea Museum ausgestellt sind.
William Buckland entdeckte die Überreste 1823 während einer archäologischen Ausgrabung und hielt sie zunächst für eine Frau aus der römischen Zeit, da er von den Schmuckgegenstände irregeführt wurde. Diese Fehlinterpretation führte zu dem Namen, unter dem die Reste bis heute bekannt sind.
Die Grabstätte enthält Muschelschnecken, Mammutelfenbein-Schmuck und über 4000 bearbeitete Feuersteine, die auf aufwendige Bestattungsrituale hindeuten. Diese Gegenstände zeigen, dass die damaligen Menschen handwerkliche Fähigkeiten und komplexe Überzeugungen zum Umgang mit Verstorbenen besaßen.
Die Skelettüberreste können im Oxford University Museum of Natural History besichtigt werden, das bequem erreichbar ist und weitere prähistorische Funde zeigt. Der Besuch ermöglicht es, mehrere zeitliche Epochen an einem Ort kennenzulernen.
Proteinanalysen zeigen, dass die Person regelmäßig Fisch aß, was etwa ein Fünftel ihrer Nahrung ausmachte, zusätzlich zu Mammut- und Rentierfleisch. Diese Ernährung deutet auf Zugang zu Flüssen oder Küstenbereichen und auf angepasste Jagd- und Sammelstrategien hin.
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