Shivering Sands, Militärischer Meeresfort im Themse-Mündung, Vereinigtes Königreich
Shivering Sands Army Fort ist eine verlassene Militäranlage im Mündungsgebiet der Themse, bestehend aus sieben Stahltürmen, die auf Betonsockeln über dem Wasser stehen. Die Türme waren ursprünglich durch Metallstege miteinander verbunden und bildeten eine geschlossene Verteidigungsplattform, die heute von Korrosion und Wellen gezeichnet ist.
Die Anlage wurde zwischen September und Dezember 1943 als Flugabwehrstellung errichtet, um Bombenangriffe auf London während des Zweiten Weltkriegs abzuwehren. Nach Kriegsende wurde sie 1956 von der Armee aufgegeben und verfiel über die folgenden Jahrzehnte dem Verfall durch Salzwasser und Stürme.
Der Name verweist auf die Sandbänke, die bei Ebbe im Mündungsgebiet sichtbar werden und früher als Navigationshilfe für Schiffe dienten. Die verlassenen Türme wurden nach dem Krieg zeitweise von Hobbyfunkern und Musikbegeisterten genutzt, die hier illegale Radiosender betrieben.
Die Anlage liegt etwa 15 Kilometer (9 Meilen) vor der Küste von Herne Bay und ist für normale Besucher nicht zugänglich, da sie inmitten der Schifffahrtsrouten steht. Nur mit speziellen Booten und bei ruhigem Wetter kann man sich den Türmen nähern, was üblicherweise nur zu Wartungsarbeiten geschieht.
Im Jahr 2005 verbrachte der Künstler Stephen Turner sechs Wochen allein in einem der Türme und dokumentierte seine Eindrücke durch Zeichnungen und Aufzeichnungen über das maritime Leben. Seine Arbeit zeigte, wie sich das Licht und die Gezeiten auf die Stimmung und Wahrnehmung in solcher Isolation auswirken.
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