Pontefract Castle, Mittelalterliche Burgruine in Pontefract, England
Pontefract Castle ist eine mittelalterliche Burgruine in Pontefract, West Yorkshire, die aus Steinmauern, Turmresten und einem vierblättrigen Bergfried auf erhöhtem Gelände besteht. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen, wobei der zentrale Bergfried eine ungewöhnliche kleeblattförmige Grundrissform aufweist und von niedrigeren Mauerabschnitten umgeben ist.
Die Burg wurde um 1070 von Ilbert de Lacy nach der normannischen Eroberung errichtet und entwickelte sich zu einer der mächtigsten Festungen im Norden Englands. Im englischen Bürgerkrieg fiel sie dreimal unter Belagerung und wurde anschließend auf Befehl des Parlaments geschleift, um ihre militärische Nutzung zu verhindern.
Im Mittelalter diente die Festung als Gefängnis für hochrangige Gefangene aus ganz Europa, deren Namen noch heute in den Kerkern zu finden sind. Besucher können die tiefen Verliese besichtigen, in denen Könige und Adlige unter harten Bedingungen festgehalten wurden.
Das Gelände ist täglich bis 16:30 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich und bietet befestigte Wege für Rollstuhlfahrer auf der unteren Ebene. Das Informationszentrum zeigt Ausstellungen zur Geschichte der Ruine und vermittelt Orientierung für den Rundgang.
Der Bergfried mit seinem ungewöhnlichen vierblättrigen Grundriss zählt zu den seltenen Beispielen mittelalterlicher Baukunst in England und findet nur in der Geometrie von Clifford's Tower in York eine Entsprechung. Diese Form sollte Verteidiger besser positionieren und Angriffspunkte für Belagerer reduzieren.
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