Depotfund von Cuerdale, Wikinger-Silberschatz in Lancashire, England.
Der Schatz von Cuerdale ist eine Sammlung von über 8600 silbernen Gegenständen, die Münzen, Schmuck und Barren umfasst und insgesamt etwa 40 Kilogramm wiegt. Diese Gegenstände sind heute an mehreren Orten zu sehen: die meisten im Britischen Museum, während weitere Stücke im Ashmolean Museum und im Château-musée de Boulogne-sur-Mer ausgestellt sind.
Arbeiter fanden die Sammlung 1840 während Reparaturarbeiten am Damm des Flusses Ribble. Die darin enthaltenen Münzen deuten auf eine Verbergung zwischen 903 und 910 hin, möglicherweise von Wikingern, die kurz zuvor aus Dublin vertrieben wurden.
Die Silbermünzen stammen aus verschiedenen Regionen und zeigen, wie weit Handelswege des frühen Mittelalters reichten. Man findet hier Münzen aus wikingischen Königreichen, angelsächsischen Gebieten und aus Byzanz sowie dem islamischen Raum, was auf intensive wirtschaftliche Beziehungen hindeutet.
Die meisten Gegenstände sind weit voneinander entfernt ausgestellt, daher solltest du planen, welche Museen du besuchen möchtest. Wenn du alles sehen willst, musst du dich zwischen Standorten in England und Frankreich entscheiden.
Einige der Münzen waren so neu geprägt, dass Archäologen das Verbergungsjahr genau bestimmen konnten. Dies macht den Fund zu einer seltenen Zeitkapsel, die zeigt, wie Vikinger in dieser turbulenten Periode des frühen Mittelalters lebten.
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