Burlington Arcade, Einkaufspassage in Mayfair, London, Vereinigtes Königreich
Die Burlington Arcade ist eine überdachte Einkaufspassage in Mayfair, die sich über rund 180 Meter zwischen der Piccadilly und den Burlington Gardens erstreckt. Der Gang folgt einem geraden Verlauf mit etwa 40 kleinen Geschäftslokalen auf beiden Seiten, die hinter großen Schaufenstern Uhren, Schmuck, Kleidung und andere Luxusgüter anbieten.
Lord George Cavendish ließ die Passage 1818 als geschlossene Einkaufsstraße errichten, um Passanten daran zu hindern, Abfall über die Gartenmauer seines Anwesens zu werfen. Der Bau folgte dem Vorbild von Pariser Passagen und sollte zugleich als Geschäftsfläche dienen, die zusätzliches Einkommen abwerfen würde.
Der Name leitet sich vom benachbarten Burlington House ab, dem Stadtpalast der Grafen von Burlington, der heute die Royal Academy of Arts beherbergt. Die Bögen aus Schmiedeeisen an beiden Enden tragen die verschlungenen Initialen des ursprünglichen Bauherrn, während die Glasdächer das Tageslicht durch die gesamte Länge des Gangs lenken.
Der Zugang erfolgt entweder von der Piccadilly aus oder durch den Ausgang an den Burlington Gardens, wobei beide Enden tagsüber geöffnet sind. Die Passage ist ebenerdig und damit ohne Stufen begehbar, allerdings führt der Boden leicht bergauf, wenn man von der Piccadilly aus hineingeht.
Beadles in historischen Uniformen überwachen bis heute die Einhaltung von Regeln, darunter das Verbot, in der Passage zu rennen, zu pfeifen oder einen aufgespannten Regenschirm zu tragen. Diese Wachposten stammen aus der Gründungszeit und waren ursprünglich Soldaten, die nach den Kriegen gegen Frankreich zurückgekehrt waren.
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