Smithfield, Historisches Marktviertel in London, England.
Smithfield ist ein Marktbezirk im westlichen Teil der City of London, der von Metallkonstruktionen aus der viktorianischen Ära überdeckt wird und von einem großen Krankenhauskomplex sowie mehreren mittelalterlichen Kirchengebäuden umgeben ist. Das Viertel erstreckt sich um einen zentralen Platz, an dem sich noch heute überdachte Verkaufshallen befinden.
Im 12. Jahrhundert entstand hier ein offener Viehmarkt, der bis ins 19. Jahrhundert lebende Tiere aus der englischen Landschaft empfing und an Londoner Metzger verkaufte. Nach der Schließung des Lebendviehhandels im Jahr 1855 wurde das Gelände umgestaltet und diente fortan ausschließlich dem Handel mit bereits geschlachtetem Fleisch.
Der Name leitet sich vom mittelenglischen "smooth field" ab und bezeichnet ein Gelände, das ursprünglich als offene Wiesenfläche außerhalb der alten Stadtmauern lag. Heute ist die Gegend ein geschäftiges Viertel, in dem frühmorgens Fleischhändler arbeiten und tagsüber Büroangestellte aus den umliegenden medizinischen Einrichtungen und Kanzleien zu sehen sind.
Das Viertel erreicht man am besten frühmorgens, wenn die Markthallen noch geöffnet sind und Lieferfahrzeuge kommen und gehen. Die schmalen Gassen rund um die Hallen können durch parkende Wagen versperrt sein, daher empfiehlt sich ein Rundgang zu Fuß.
Unter den Pflastersteinen liegen noch Reste einer römischen Straße, die vor rund zwei Jahrtausenden angelegt wurde und damals die Stadt mit dem Norden verband. Der Platz diente im Mittelalter auch als Ort für ritterliche Turniere und Jahrmärkte, bevor er zum dauerhaften Handelsplatz wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.