Dennis Severs' House, Kunstmuseum in Spitalfields, London, England
Dennis Severs' House ist ein Museum in Spitalfields, London, das frühe georgianische und viktorianische Haushalte in zehn Zimmern über vier Etagen zeigt. Jeder Raum wurde mit zeitgenössischen Möbeln, Wandverkleidungen und persönlichen Gegenständen ausgestattet, um den Alltag verschiedener Epochen nachzubilden.
Das Haus entstand 1724 in einem Viertel, das von hugenottischen Seidenwebern bewohnt wurde. Der amerikanische Künstler Dennis Severs kaufte es 1979 und verwandelte es über zwei Jahrzehnte in ein begehbares Kunstwerk, das die Spuren dieser Einwanderergemeinschaft sichtbar macht.
Der Hausbesitzer gestaltete das Gebäude als lebendiges Porträt einer hugenottischen Seidenweberfamilie namens Jervis und füllte jeden Raum mit authentischen Gegenständen ihrer Zeit. In den oberen Stockwerken zeigen sich bescheidenere Wohnräume der Bediensteten, während die unteren Etagen den Arbeits- und Repräsentationsbereich der Handwerkerfamilie nachbilden.
Besuche finden nur an ausgewählten Wochentagen statt, überwiegend am späten Nachmittag oder Sonntagmittag. Das Haus liegt in Folgate Street und ist von Liverpool Street Station zu Fuß erreichbar.
Die Räume bleiben in ständiger Halbdunkelheit, nur erhellt durch Kerzen und Gaslicht wie im 18. Jahrhundert. In manchen Momenten hört man Geräusche aus der Küche oder riecht frisch gebackenes Brot, als sei die Familie nur kurz hinausgegangen.
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