Montgomery Castle, Mittelalterliche Burgruine in Montgomery, Wales
Montgomery Castle ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem steilen Hügel in der walisischen Stadt Montgomery. Die erhaltenen Steinmauern und Turmreste erstrecken sich über den Gipfel und geben einen klaren Eindruck von der ursprünglichen Anlage mit ihren Wachtürmen und dem Innenhof.
König Heinrich III. ließ die Burg 1223 errichten, um die englische Herrschaft über die walisischen Grenzgebiete zu festigen und dem Einfluss von Fürst Llywelyn ap Iorwerth entgegenzuwirken. Später wurde die Anlage im Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert beschädigt und danach nicht wieder aufgebaut.
Die Burg trägt auf Walisisch den Namen Castell Trefaldwyn, was so viel bedeutet wie "Burg der Stadt Baldwin". Dieser Name erinnert an Baldwin de Boulers, einen normannischen Lord, der die Gegend im frühen Mittelalter kontrollierte.
Die Ruine liegt auf einem Hügel mit unregelmäßigem Gelände, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk, besonders nach Regen. Der Aufstieg zum Gipfel dauert nur wenige Minuten, bietet aber einen weiten Blick über das Grenzland zwischen England und Wales.
Das Abkommen von Montgomery, das 1267 auf diesem Hügel geschlossen wurde, war das erste Mal, dass ein englischer König einen walisischen Fürsten offiziell als legitimen Herrscher anerkannte. Dieser Moment blieb oft im Schatten der militärischen Geschichte der Burg, dabei war er diplomatisch bedeutsamer als jede hier geführte Schlacht.
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