Hembury, Eisenzeitliche Festung nahe Honiton, Vereinigtes Königreich
Hembury ist ein eisenzeitliches Bergfort auf einem Höhenrücken der Blackdown Hills in Devon, das zum Tal des Flusses Otter hin abfällt. Das Gelände ist von drei hintereinander gestaffelten Erdwällen mit dazwischenliegenden Gräben umgeben, die gemeinsam ein gestuftes Befestigungssystem bilden.
Der Ort war bereits im frühen Neolithikum besiedelt, wie Keramikfunde und Werkzeuge belegen, die bei Ausgrabungen in den 1930er Jahren unter der Leitung von Dorothy Liddell entdeckt wurden. Die eisenzeitliche Befestigung mit ihren Wällen und Gräben wurde erst mehrere Jahrtausende später über dieser früheren Siedlung errichtet.
Hembury ist namensgebend für eine frühe jungsteinzeitliche Keramikart, die als Hembury-Ware bekannt ist und aus Ton vom Lizard-Halbinsel in Cornwall gefertigt wurde. Scherben dieser Ware wurden hier und an anderen Fundorten im Südwesten Englands gefunden, was auf weitreichende Verbindungen zwischen frühen Gemeinschaften hindeutet.
Das Gelände ist zu Fuß erreichbar, wobei die Zugangswege durch das umliegende Ackerland und Waldgebiet führen. Nach Regen können die Hänge rutschig werden, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Bei geophysikalischen Untersuchungen im Jahr 2016 wurden mit magnetischer Gradientometrie und Erdwiderstandsmessungen verborgene Strukturen im Inneren des Forts sichtbar gemacht, ohne auch nur einen Spatenstich zu tun. Diese Methode erlaubt es, Details zu kartieren, die bei herkömmlichen Ausgrabungen für immer verloren gehen würden.
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