Aberllefenni quarry, Schieferbergwerk in Gwynedd, Wales
Der Aberllefenni-Steinbruch besteht aus drei getrennten Abbaubereichen namens Foel Grochan, Hen Gloddfa und Ceunant Ddu, die sich über das Tal Cwm Hengae verteilen. Die unterschiedlichen Abbaustellen zeigen verschiedene Schichten und Arbeitsmethoden aus verschiedenen Zeiträumen der Schiefer-gewinnung.
Der Abbau begann etwa um 1500, als Schieferstein zum Dachdecken des nahegelegenen Herrenhauses Plas Aberllefenni verwendet wurde. Von da an entwickelte sich der Ort zu einer der wichtigsten Schiefer-produktionsstätten in Wales und prägte über Jahrhunderte die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Der Schiefer aus diesem Steinbruch zeigt eine tiefe blaue Färbung und wird heute noch von Handwerkern geschätzt, die traditionelle Dachdeckungsarbeiten durchführen. Die örtliche Bevölkerung betrachtet den Ort als Zeugnis ihrer Bergbauvergangenheit und als Teil der walisischen Schieferkultur.
Der Zugang zum Steinbruch erfolgte seit 1859 durch die Corris-Eisenbahn, die Schiefer durch das Dulas-Tal zur Stadt Machynlleth transportierte. Besucher sollten beachten, dass der Standort heute ein Museum mit Führungen bietet, die Einblick in die historischen Abbaumethoden geben.
Der Steinbruch war mit einer ununterbrochenen Betriebsdauer von über fünf Jahrhunderten bis zu seiner Schließung 2003 die längste kontinuierlich betriebene Schiefermine der Welt. Diese bemerkenswerte Leistung der Ausdauer macht ihn zu einem außergewöhnlichen Beispiel industrieller Langlebigkeit.
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