Blackfriars, Dominikanerkloster-Ruinen in Canterbury, England
Blackfriars ist eine Dominikanerklosteranlage in Canterbury, von der heute noch zwei Gebäude stehen: ein Refektorium am Ostufer und ein Gästehaus am Westufer des River Stour. Beide Gebäude prägen mit ihrer mittelalterlichen Architektur die Ufer des Flusses und sind von außen aus öffentlich zugänglichen Bereichen einsehbar.
König Heinrich III. stellte 1237 Land, Geldmittel und Holz zur Verfügung, damit der Dominikanerorden eine Kirche und ein Priorat innerhalb der Stadtmauern von Canterbury errichten konnte. Diese königliche Unterstützung ermöglichte die Gründung eines bedeutenden religiösen Zentrums in der Mittelalterstadt.
Das Refektoriumgebäude wurde von einem religiösen Raum in ein Anabaptisten-Versammlungshaus und später zwischen 1640 und 1912 in einen unitarischen Treffpunkt umgewandelt. Diese Nutzungsgeschichte zeigt, wie Räume ihre Bedeutung für verschiedene Gemeinschaften im Laufe der Zeit ändern können.
Die äußeren Merkmale beider Gebäude können von öffentlichen Bereichen aus beobachtet werden, wobei die Innenräume aufgrund von Privatbesitz nicht zugänglich sind. Ein Spaziergang am Stour-Ufer bietet die beste Aussicht auf diese Strukturen aus verschiedenen Blickwinkeln.
Das Gästehaus wurde auf einer Stelle errichtet, die früher eine kleine Insel war, die durch die teilweise Verfüllung eines Stour-Nebenlaufs entstanden ist. Diese Veränderung des Flusslaufs zeigt, wie sehr sich die Topographie der Gegend über Jahrhunderte hinweg verändert hat.
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