Byker Wall, Gebäudekomplex in Newcastle upon Tyne, England.
Byker Wall ist ein durchgehender Wohnblock im Nordosten von Newcastle upon Tyne, der aus 620 Maisonetten besteht und sich wellenförmig über mehrere hundert Meter erstreckt. Der Komplex verbindet Beton, Ziegel und Holz in einem wechselnden Spiel aus unterschiedlichen Fassaden, wobei horizontale Ziegelbänder die jeweiligen Stockwerke markieren und farbige Akzente die Monotonie auflockern.
Der Bau startete 1969 als Ersatz für viktorianische Wohnhäuser, die als nicht mehr bewohnbar galten und abgerissen werden sollten. Der schwedische Architekt Ralph Erskine eröffnete ein Büro direkt vor Ort, um mit den Bewohnern über den Neubau zu sprechen und ihre Wünsche aufzunehmen.
Die Anlage zeigt über ihre gesamte Länge einen großen Wechsel in Farben und Materialien, wobei bunte Fassaden und Holzelemente den Alltag der Bewohner äußerlich sichtbar machen. Viele Details wurden zusammen mit den künftigen Bewohnern entwickelt, was man bis heute an der Gestaltung von Balkonen und Eingängen erkennen kann.
Die gesamte Anlage ist bewohnt und kann daher nur von außen betrachtet werden, doch einige öffentliche Wege führen zwischen den Gebäuden hindurch. Man erreicht sie am einfachsten zu Fuß oder mit dem Bus vom Stadtzentrum aus, wobei ein Spaziergang entlang der Außenseite die beste Übersicht verschafft.
Die Bauform wurde ursprünglich geplant, um das Wohngebiet vor einer geplanten Stadtautobahn abzuschirmen, die aber niemals gebaut wurde. Dadurch entstand eine massive Riegelbebauung, die heute ins Leere zeigt und einen unerwarteten Abschluss zum offenen Gelände bildet.
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