Cross Bones, Mittelalterlicher Friedhof in Southwark, London, England
Cross Bones ist ein mittelalterlicher Begräbnisort in Southwark, der heute als kleine Gedenkstätte inmitten der modernen Stadtlandschaft erhalten bleibt. Die Anlage entlang der Redcross Way umfasst einen schmalen Streifen Land, der mit Efeu bewachsen ist und durch eine dekorierte Eisenpforte vom Bürgersteig getrennt wird.
Der Ort diente ab Ende des 16. Jahrhunderts als Friedhof für Prostituierte, die unter der Lizenz des Bischofs von Winchester arbeiteten und nach ihrem Tod keine kirchliche Bestattung erhielten. Das Gelände blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Gebrauch und wurde dann geschlossen, als die hygienischen Zustände untragbar wurden.
Die schmiedeeisernen Tore dienen als lebendige Gedenkstätte, an der Besucher bunte Bänder, Blumen und kleine Botschaften für die hier begrabenen Ausgestoßenen befestigen. Diese Tradition verbindet Menschen heute mit jenen Verstorbenen, die einst ohne Zeremonie und ohne Ansehen in diesem Boden zur Ruhe gebettet wurden.
Der Zugang erfolgt durch die Eisentore an der Straße, der Bereich dahinter ist klein und kann nur von außen betrachtet werden. Die Öffnungszeiten an Wochentagen erlauben einen kurzen Besuch während der Mittagspause in dieser belebten Gegend.
Ausgrabungen zeigten, dass viele Gräber keine Särge enthielten und die Leichen in einfachen Leichentüchern beigesetzt wurden. Die Dichte der Bestattungen war so hoch, dass sich die Überreste mehrerer Generationen auf engstem Raum überlagerten.
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