Dean Clough mills, Industriekomplex in Halifax, England
Dean Clough ist ein weitläufiges Industrie- und Kulturgelände in Halifax, das aus mehreren viktorianischen Gebäuden aus der Mitte des 19. Jahrhunderts besteht. Die renovierten Hallen und Innenhöfe beherbergen heute rund 150 Firmen, darunter Büros, Geschäfte, Galerien, Theater und Künstlerateliers.
Das Gelände entstand 1802 als Teppichfabrik der Familie Crossley und wuchs im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem der größten Teppichproduzenten Englands heran. Nach dem Rückgang der Textilindustrie in der Region wurde die Produktion 1983 eingestellt.
In den Galerien und Theatern des Komplexes sind heute zeitgenössische Kunstwerke zu sehen und es finden regelmäßig Aufführungen statt. Künstler arbeiten in Studios, die über das gesamte Gelände verteilt sind, sodass das Treiben auf dem Areal spürbar lebendig bleibt.
Das Gelände ist gut zu Fuß erkunden, da die Gebäude durch übersichtliche Wege und offene Innenhöfe miteinander verbunden sind. Manche Bereiche sind nur nach Voranmeldung zugänglich, daher lohnt es sich, vor dem Besuch kurz nachzufragen.
Während beider Weltkriege stellte die Fabrik ihre Produktion auf Militärgüter um und fertigte Gurte, Decken und Garn für die Streitkräfte. Diese Geschichte macht das Gelände zu einem ungewöhnlichen Zeugnis britischer Kriegswirtschaft, das heute kaum bekannt ist.
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