Eastcotts Castle, Mittelalterliche Festung in Eastcotts, England
Eastcotts Castle ist eine mittelalterliche Erdwerk-Burg mit einem erhöhten Hügel, auf dem ehemals ein hölzerner Bergfried stand, umgeben von einem befestigten Palisadenbreich mit Gräben. Die gesamte Anlage ist unter Denkmalschutz gestellt und zeigt noch heute die typische Struktur einer normannischen Motte-and-Bailey-Burg.
Die Burg wurde nach 1066 während der normannischen Eroberung errichtet und war Teil der schnellen Ausbreitung von Verteidigungsanlagen, die die Eroberer zur Kontrolle und Sicherung ihrer neuen Gebiete in England errichteten. Diese Festungen halfen dem Normanne, ihre Macht zu festigen und mögliche Aufstände zu unterdrücken.
Die Burg zeigt die mittelalterliche Gesellschaftsordnung in ihrer räumlichen Gestaltung, wo der Herr auf der erhöhten Motte wohnte und die Bevölkerung darunter in der Bailey lebte. Diese Aufteilung war typisch für normannische Herrschaftsstrukturen in England.
Besucher können die erhaltenen Erdwälle des Burgplatzes besichtigen, die deutlich zeigen, wie die Burg ursprünglich aussah und wie Menschen sich in diesem Raum fortbewegten. Es ist hilfreich, sich vor der Besichtigung ein grundlegendes Verständnis von Motte-und-Bailey-Burgen zu verschaffen, um die verschiedenen Bereiche richtig einordnen zu können.
Die Lage neben Bedford war strategisch wertvoll, da die Burg Teil eines Netzwerks von Festungen war, die den Handel und die Bewegung durch die englischen Midlands überwachten. Diese Vernetzung zeigt, wie systematisch die Normannen ihre Herrschaft mit Hilfe von Fortifikationen organisierten.
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