Great Conduit, Mittelalterliche Wasserversorgungsstruktur in Cheapside, England.
Der Great Conduit war ein mittelalterliches Wasserversorgungssystem in Cheapside, im Herzen der Londoner City. Er leitete Wasser aus den Tyburn-Quellen über hölzerne und bleierne Rohre zu einem Sammelbecken am Marktplatz.
London begann 1245 mit dem Bau dieses Wassernetzes, um die Stadtbewohner mit Frischwasser aus natürlichen Quellen zu versorgen. Es war eines der frühesten Beispiele für öffentliche Infrastruktur in England.
An der Stelle des Großen Konduits versammelte sich früher das einfache Volk, um Wasser zu schöpfen, während Aufseher die Verteilung überwachten. Dieser Treffpunkt lag mitten auf dem Cheapside-Markt, einem der belebtesten Orte des mittelalterlichen Londons.
Der Standort liegt zentral in Cheapside und ist gut zu Fuß erreichbar. Da kaum etwas von der ursprünglichen Anlage erhalten ist, hilft es, sich den Verlauf der alten Wasserleitungen von Tyburn bis zum Markt vor Ort vorzustellen.
Bei königlichen Feierlichkeiten wurde der Konduit festlich geschmückt und floss statt Wasser mit Wein, um das Volk zu erfreuen. Solche Festtage zeigten, wie eng das Alltagsleben der Londoner mit diesem schlichten Wasserpunkt verbunden war.
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