Holt Castle, Mittelalterliche Burg in Holt, Wales
Holt Castle ist eine fünfeckige Burgruine auf einem Sandsteinfelsen am Ufer des Flusses Dee in Wales. Fünf runde Türme umrahmen einen zentralen Innenhof, und die erhaltenen Mauern ragen etwa 10 Meter über das umliegende Gelände.
Die Burg wurde ab 1282 unter Eduard I. und John de Warenne als Teil der englischen Kontrolle über Wales nach der Niederlage von Llywelyn ap Gruffydd errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrfach die Besitzer und verfiel nach dem englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert zunehmend.
Der Name Castrum Leonis, lateinisch für Löwenburg, geht auf ein Löwenmotiv zurück, das in den Stein über dem Haupttor gemeißelt wurde und heute noch zu sehen ist. Dieses Detail gibt dem Ort einen unverwechselbaren Charakter und war wahrscheinlich ein Symbol für die Macht seines Erbauers John de Warenne.
Ein einfacher Rundweg führt um die Ruinen herum und bietet Ausblicke auf die verschiedenen Seiten der Anlage. Nach Regen kann der Boden rutschig werden, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Besuch.
Im Jahr 1397 ließ König Richard II. die Burg in ein königliches Schatzhaus umwandeln und nutzte sie nicht mehr als militärischen Stützpunkt. Dieses ungewöhnliche Beispiel für einen Nutzungswandel macht die Anlage zu einem seltenen Zeugnis mittelalterlicher königlicher Verwaltung.
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